Der geprüfte Industriemeister für Chemie kennt innerhalb des Rahmens für IHK Aufstiegsfortbildungen folgende Karrierestufen in aufsteigender Reihenfolge: Arbeiter, Schichtleiter, Vorarbeiter, Produktionsleiter und Abteilungsleiter.

Tatsächlich ist es aber eher unwahrscheinlich lange auf der Stufe des Arbeiters zu stehen als Industriemeister für Chemie (IHK). Produktions- und Abteilungsleiter sind realistische Positionen für Mitarbeiter dieser Qualifikation. Auch Selbstständigkeit mit einer eigenen Geschäftsidee ist als geprüfter Industriemeister für Chemie (IHK) realisierbar. Beispielsweise ist eine Tätigkeit als Berater, Dienstleister oder die Gründung eines eigenen Betriebs denkbar.

Wo steht der Beruf im DQR?

Der deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ordnet Berufsabschlüsse in einem mehrstufigen und transparenten System ein. Der DQR soll dabei helfen unterschiedliche Abschlüsse gruppierbar und vergleichbar zu machen. Die Kriterien für diese Zuordnung wurden vom europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) abgeleitet und sind somit auch auf europäischem Niveau vergleichbar. Es wurden acht unterschiedliche Niveaustufen definiert und Berufsabschlüsse und Weiterbildungen jeweils zugeordnet. Dies soll Teilnehmern des europäischen Arbeitsmarkts den Zugang erleichtern und Arbeitgebern und Arbeitnehmern mehr Übersicht verschaffen. Die verantwortliche Stelle auf Bundesebene ist das Ministerium für Forschung und Bildung, welches hierzu umfassende Informationen bietet.
Der IHK geprüfte Industriemeister für Chemie ist innerhalb des DQR auf derselben Stufe wie ein Bachelorstudium und ermöglicht das Hochschulstudium. Es können Studiengänge wie BWL, Chemie, Personalwesen und Projekt-Ingenieurwesen mit diesem Berufsabschluss belegt werden.
Innerhalb des DQR steht der IHK geprüfte Industriemeister für Chemie auf Stufe sechs. Der Geprüfte/Technische Betriebswirt IHK folgt auf Stufe sieben und Stufe acht steht für promovierte Akademiker.